Zur Struktur lebensgeschichtlicher Erinnerungsformen.

Heide Appelsmeyer

Abstract


Am Beispiel bestimmter methodologischer und texttheoretischer Orientierungen im Rahmen der narrativen Biographieforschung wird die Relevanz einer kulturpsychologischen Orientierung für die Psychologie verdeutlicht. Der mit dem Narrativismus F. Schützes häufig verbundene Anspruch, die alltägliche Handlungs- und Erfahrungswirklichkeit der Vergangenheit wiederzugeben, wird dabei auf der Grundlage zeittheoretischer Ausführungen im Anschluss an A. Schütz kritisch diskutiert. Lebensgeschichtliche Erzählungen werden als kulturell fundierte und formgeprägte Darstellungsweisen bestimmt, deren Funktion in der Produktion bzw. Reproduktion einer intersubjektiv geteilten Wirklichkeit gesehen wird.

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ISSN: 0935-0179 | ZPID • Leibniz Institut