Ein Chronoskop auf Abwegen

Joachim Funke

Abstract


Berichtet wird über die geheimnisvollen Wege eines wertvollen Chronoskops (Hippsches Chronoskop), das seit altersher an prominenter Stelle im Zimmer des Direktors des Bonner Psychologischen Instituts gestanden hatte, wo es auch gegen Diebstahl gesichert zu sein schien. Gestohlen wurde es dennoch, und zwar als es sich anlässlich einer Ausstellung als Leihgabe in einer Glasvitrine einer Bonner Buchhandlung befand. Polizeiliche Ermittlungen blieben wie zu befürchten erfolglos. Überraschenderweise wurde es einige Zeit später als Auktionsgegenstand bei Ebay angeboten, eindeutig per Foto identifizierbar. Leider kam ein Ebay-Verkauf nicht zustande, und eine Hausdurchsuchung bei einem Anbieter blieb erfolglos. Das Gerät blieb also nach kurzzeitiger Internetpräsenz weiterhin verschwunden. Wiederum einige Zeit später war dann ein Happy End zu vermelden: Das Chronoskop konnte in einem Schließfach im Bonner Hauptbahnhof sichergestellt und wieder an seinen ursprünglichen Platz im Bonner Psychologischen Institut verbracht werden.

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ISSN: 0177252X | ZPID • Leibniz Institut